• Ernährungsergäzungsmittel

    Ernährungsergäzungsmittel

    Nahrungsergänzungsmitteln, kurz (NEM) – bereits zirka ein Drittel der österreichischen Erwachsenen nimmt derartige Präparate ein. Angeboten werden meist Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente in konzentrierter Form als Pillen, Kapseln, Säfte oder Shakes.

    Ernährt man sich gesund und ausgewogen, besteht kein Grund zur Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln. In bestimmten Lebenslagen oder bei besonderen Risikogruppen, wie z.B. Schwangeren, chronisch Kranken oder Hochleistungssportlerinnen und -sportlern, kann eine Einnahme von Nutzen sein – doch auch hier sollte diese nur unter fachlicher Aufsicht erfolgen.

    Rein rechtlich betrachtet fallen sie in die Gruppe der Lebensmittel. Der Weg eines NEM in den Handel unterliegt demzufolge weniger strengen Zulassungskriterien und Untersuchungen, als es bei Arzneien der Fall ist. Unbedenklich ist die Einnahme von NEM dennoch nicht, da es durchaus zu Überdosierungen oder Wechselwirkungen kommen kann.

     Eine hohe Dosierung bestimmter Stoffe in Nahrungsergänzungsmitteln kann schwerwiegende Folgen haben. So führt beispielsweise eine chronische Überdosierung von Vitamin A zu Leberschäden und Haarausfall oder verursacht Fehlbildungen des Kindes in der Schwangerschaft.

    Zu viel Vitamin C soll die Bildung von Nierensteinen erhöhen. Isoliertes Betacarotin erhöht einer Studie zufolge das Lungenkrebsrisiko. Zu viel Eiweiß oder auch Kalium sind vor allem bei Menschen mit Niereninsuffizienz gefährlich. Menschen mit Herzrhythmusstörungen reagieren unter anderem sehr sensibel auf Calcium und Kalium. Personen nach Herzinfarkt oder Schlaganfall, die blutgerinnungshemmende Medikamente einnehmen (zum Beispiel Marcumar), dürfen nur begrenzt Vitamin K zuführen. Auch hier ließe sich die Liste der Beispiele lange fortführen. Deshalb sollte man Nahrungsergänzungsmittel nur nach ärztlicher Anweisung einnehmen.

    In Tests verschiedener Organisationen (wie Stiftung Warentest, Ökotest) haben Nahrungsergänzungsmittel sehr schlecht abgeschnitten. Die meisten getesteten Mittel überzeugten nur selten in ihrer Zusammensetzung. Das betraf nicht nur Über-, sondern auch Unterdosierungen der geprüften Substanzen.

    Fazit der Expertinnen/Experten: Eine ausgewogene Ernährung liefert dem Körper alle erforderlichen Nährstoffe, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, ist natürlicher und günstiger und schmeckt zudem besser als Nahrungsergänzungsmittel.

    Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sollte daher immer mit einem Arzt abgesprochen werden, insbesondere, wenn sie längerfristig geplant ist.

1Comment
  • Posted by Shirin on 21. Oktober 2019 at 12:20

    Hallo liebes Team,
    Ich würde gerne teilnehmen. Am liebsten wäre es eine Besprechung zu halten. Da ich keine Telefonnummer gefunden habe, bitte ich darum mich unter dieser Nummer anzurufen;
    0676879615243
    Mit freundlichen Grüßen,
    Shirin Elsakkka

    Reply

Leave a reply